02 gelée royale : sex machine 4.01
03 ultrascope : dezemberschnee 3.58
04 tiger s. : never call 4.03
05 mondorobs : sanfte gewalt 4.42
06 franz adrian wenzl : gib mir dein geld (wenn du mich wirklich liebst) 5.32
07 der schwimmer : imma wieda 3.42
08 die sonntagskinder : pauline 3.26
09 clemens haipl feat. galibendo gnásdovil : amor 3:39
10 wolfgang capellari + dorit chrysler : die romantische 3:10
11 feju : soapbubblereality 5.33
12 portnoy : starmail 4.14
13 philipp könig : dich so leid 2.07
14 mama curiosa : wooden family 3:02
15 egotrip : when the ego loves the ego 3:59
16 4exp2 : verliert 4:39
17 yli järvi : niiskuneiti 5:48
18 lassos mariachis : je t’aime 3.13
19 paul divjak : no more 4.00
konzept : wolfgang pollanz
assistenz : stefan ehgartner
mastering : rupert metnitzer im electric audio studio
artwork : wolfgang temmel
pumpkin records
vertrieb : hoanzl
gefördert von:
--------------------------------------------------------------------------------
Pressestimmen:
"Wolfgang Pollanz, Mastermind des Wieser labels pumpkin records, hat wieder einmal Musikerkolleginnen und -kollegen eingeladen, ihren Fantasien nachzuspüren, sie hemmungslos auszuleben und danach zu Musikstücken zu verdichten. Nach der bodenständigen Heimat-Kompilation ging’s diesmal um das große Thema Liebe. Herausgekommen ist ein Tonträger von unendlicher Schönheit. Der hohen Minne wird darauf ebenso viel Platz eingeräumt wie der Spielart des Sex als avancierterer Form der körperlichen Ertüchtigung; die niedere Minne findet mit der gleichen Selbstverständlichkeit Erwähnung wie die käufliche Liebe und - Gott sei Dank - auch die unerfüllte Spielart: Liebesleid.
19 Oden sind auf LIEBESEXXXAMOUR (pumpkin records) versammelt und, bestünde man auf Höhepunkten, fänden die formidablen Ultrascope, Franz Adrian Wenzl, Der Schwimmer, Die Sonntagskinder und die hierorts schon fast monatlich gewürdigten Lassos Mariachis Erwähnung. Aber eigentlich wärs Verschwendung: Halten wir also unsere Körpersäfte zurück und genießen - ganz nach Tantra-Art - die unglaubliche Homogenität der Zusammenstellung. Nur für Pollanz wird’s eng: Denn sollte die Reihe weiter fortgesetzt werden (was zu hoffen und auch militant einzufordern ist) - zu übertreffen ist LIEBESEXXXAMOUR kaum noch."
(korso, dj kolchos/dj sowchos)
"Diese "Konzeptkompilation" reflektiert die verschiedensten Facetten der Liebe: schwärmerische Verliebtheit, die große wahre Liebe, käufliche Liebe, Eigenliebe, körperliche Liebe und natürlich auch Sehnsucht und Liebeskummer. Humor kommt dabei selbstverständlich nicht zu kurz, so singt zum Beispiel Franz Adrian Wenzl "Gib mir dein Geld (wenn du mich wirklich liebst)", erklären Gelée Royale im Stakkato-Rhythmus immer wieder "Ich bin sexuell attraktiv", bleiben realistisch und setzen ein "Glaube versetzt Berge" dran ...
Clemens Haipl, gerade mit Projekt Remix auf Tour und humoristisch in Sachen Zeugung, Geburt und Niederkunft aktiv, machte sich gemeinsam mit Galibendo Gnàsdovil über Julio Iglesias’ Gassenhauer "Amor, Amor" her: eine der wenigen Ausnahmen, in der eine Coverversion das Original verbessert. Egotrip covern ebenfalls einen Klassiker: "When a man loves a woman" wird bei ihnen zu "When the ego oves the ego".
Man merkt schon: Nicht nur thematisch, auch musikalisch ist diese Zusammenstellung sehr vielseitig, Romantisch-Melancholisches, House, sogar Schlager- und Country-artiges findet sich hier. Manches erinnert an Depeche Mode (Tiger S.), anderes an Element of Crime (Lassos Mariachis) oder auch Roni Size (Paul Divjak). Jeder wird seine eigenen Favoriten finden, je nach Musikgeschmack und Status Quo des eigenen Liebeslebens."
(The Gap (7/10), Sabina Triml)
"Der neueste Output des auf Sampler spezialisierte pumpkin-Labels aus der Steiermark. Diesmal mit dem Schwerpunktthema Liebe bzw. Sex. Ein wirklich schönes Teil, das. Außen rot, innen rosa, Outfit mal sehr gut. Dann die erste Nummer, kurzes Intro. Song zwei ist gleich der absolute Höhepunkt dieser CD: Sex Machine. Die hier schon des öfteren und nicht zu Unrecht in den Himmel gelobten BrachialImproPopper von Gelée Royale betreiben hier Aufbauarbeit für verletzte partnersuchende Seelen. Ich bin sexuell attraktiv. Immer. Und. Immer. Wieder. An einem Wort komm ich bei Gelée Royale nie herum, und auch diesmal muss ich's wieder verwenden: Meisterwerk. Verdammt. Super.
Nach diesem echten Hit entfaltet sich ein Spektrum aus höchst unterschiedlichen, mal tollen (wie bei Franz Adrian Wenzl's schmalztriefender Solonummer Gib mir dein Geld (Wenn du mich wirklich
liebst)), mal weniger tollen (wie beim wohl lustig gemeinten Promibeitrag von Clemens Haipl) Aufarbeitungen der unendlichen Facetten, die sich rund um unser aller Thema Nummer 1 ranken. Herauszuheben wäre noch Egotrip's Umkehrung von "When a man loves a woman" zu "When the ego loves the ego" und eine auch grammatikalisch sehr seltsame Aufarbeitung von Trennungsszenarien
der 4 experimentellen die nur 2 sind.: "du hast mich verliert". Außerdem noch das wirklich wunderbar verkitschte Sehnsuchtslied "dezemberschnee" von ultrascope.
Fazit: Optisch wunderbar in schwülstigem Rot und nicht minder schwülstigem Rosa, musikalisch fein kompiliert mit ganz wenigen Aussetzern. Definitiv keine Liebeskummer-CD, eher was für Diskurs-Sex mit linksintellektuellen behornbrillten PoptheoretikerInnen. Sowas kann ja gut sein, hab ich mal wo gelesen."
(Wolfgang Almer, www.monochord.com)
"Nach der überraschenden und wirklich gelungenen "Heimat"-Compilation aus dem Hause Kürbis nun der nächste Streich. Und diesmal dreht sich alles um die Liebe (oder zumindest um glühende körperliche Liebe). Neben den erfreulichen Sonntagskindern und dem wieder einmal souveränen Clemens Haipl (verstärkt durch Galibendo Gnásdovil), bestechen vor allem Portnoy, eine Grazer Band, die wir eigentlich schon in den ewigen Jagdgründen vermutet hätten, die aber recht vital klingt. Dass die Lassos Mariachis super sind wissen ohnehin schon viele, also wollen wir langsam aber sicher zum Ende des Namedroppings kommen.
"LiebeSexAmour" ist eine CD für Menschen, die gerne mal am Sonntag abend "Im Sumpf" hören. "LiebeSexAmour" ist eine CD für Menschen, die Kitsch nicht grundsätzlich ablehnen. "LiebeSexAmour" ist eine CD für Menschen, die gerne mal was anderes hören als die ausgetrampelten Wege der alles dominierenden ultrafeschen Poproboter/innen.
"LiebeSexAmour" ist eine CD für Menschen, die im Leben den stillen Momenten eine Chance geben und dennoch auch auf Feste gehen ohne sich vorher Mut antrinken zu müssen. Und was den munteren Haubentaucher-Leser angeht, der sich immer unsere CD-Tipps nachkauft: Auch für Dich ist was dabei (in Form von Yli Järvi und dem Song Niiskuneiti)."
(Wolfgang Kühnelt, www.haubentaucher.com)
"Das österreichische Label Pumpkin Records hat vor einiger Zeit einen Themensampler mit dem Titel "Heimat" auf den Markt gebracht. Nun folgt ein weiterer Sampler, der sich dieses Mal das Thema "Liebe" vorknöpft. Auf der CD sind ausschließlich österreichische Bands vertreten. Der Track von TMD ist wohl nur als Intro gedacht und, außer dass es etwas geräuschmäßig brummt, passiert in den 39 Sekunden nicht viel. Besser wird es da schon mit GELÉE ROYALE und ihrem "Sex Machine". Treibend und einfach, fast dadaistisch. ULTRASCOPE ist ein wunderbares kleines Liedchen mit Damengesang und 80er-Jahre Flair sowie deutschem Text. Dies begeistert. TIGER S. schlägt ein bisschen in die gleiche Bresche und MONDOROBS ist wieder wunderbarer Damenpop, verträumt und süßlich. FRANZ ADRIAN WENZL erinnert mich ein wenig an Schmerz der Welten mit diesen seltsamen Texten, dem unschuldigen Gesang und dieser synthielastigen Begleitung. Es folgt DER SCHWIMMER mit einer sehr ruhigen Stück, das leider auch nicht sehr aussagekräftig oder bewegend ist. DIE SONNTAGSKINDER bringen mit ihrer Akustikgitarre Hippyatmosphäre und CLEMENS HAIPL feat. GALIBENDO GNÁSDOVIL präsentiert den alten Schlager "Amor", recht elektronisch schräg, aber langsam tanzbar. WOLFGANG CAPELLARI + DORIT CHRYSLER bringen ebenfalls sehr schräges Songmaterial mit Akkordeon und seltsamen Stimmen und FEJU macht sehr düstere Background-Musik, die man problemlos für einen Bladerunner-ähnlichen Film nutzen könnte. PORTNOY bringen das beste Stück des Samplers. Ebenfalls wieder Damengesang, sehr schräge Musik und ein stampfender, aber nicht elektronisch-technoider Rhythmus, sondern handgemacht. PHILIPP KÖNIG und MAMA CURIOSA erscheinen mir für meinen Geschmack etwas zu wirr und EGOTRIP und 4EXP2 klingen wie Homeprojekte aus alten Tapezeiten, minimalistisch und etwas nervig. YLI JÄRVI präsentiert einen gruseligen Track mit singender Säge und LASSOS MARIACHIS präsentieren Musik, die wie minimalistischer Schlager klingt. Alles in allem ist dieser Sampler eine gelungene Mischung aus verschiedenen Stücken, die eine Mischung zwischen Pop, Schlager und Wave sind, aber in keine der Schubladen ganz passen, weil es doch immer wieder irgendwelche Ecken und Kanten gibt, welche die Musik interessant machen. Das macht diesen Sampler zu einer sehr homogenen Geschichte und es macht keine Probleme, ihn durchgängig durchzuhören."
(H.H., www.backagain.de)
"Nach "Heimat", einer eher disparaten Crossover-Kollektion, nun eine Sammlung heimischer Popmusik zum Thema Nummer 1 in ähnlicher Besetzung. Clemens Haipl, Ultrascope, Lassos Mariachis, Der Schwimmer und Die Sonntagskinder sind wieder dabei, aber auch Portnoy, Paul Divjak und viele andere. Anregendes zwischen "Sex Machine" und "Je t'aime"."
(Walter Titz, Kleine Zeitung)
"Geflügter Liebeslohn
Nach dem Erfolg des Samplers "Heimat" war klar, WOLFGANG POLLANZ, Hirn und Herz des Labels "pumpkin records", wird weiterhin audiomäßig die Ohren versüßen. Gott (und der Kreativität) sei’s gedankt! Und so stand jetzt nach Bodenständigem, nach Heimaterde und dem Stampfen darin, mal Fühlen im Zwischenmenschlichen auf dem Programm. Was natürlich heißt, dabei den Körper wie dessen Säfte in erotisierte Wallung zu bringen. Somit war klar LIEBESEXXXAMOUR bildete ein weites Feld, das die 19 Interpreten (u.a. Franz Adrian Wenzl, od. Ultrascope) da zu bestellen hatten. Weit und verfänglich dicht, möchte man fast meinen. Aber singend gepflügt, ist schon der halben Arbeit Lohn bzw. Ein Liebeslied zur rechten Zeit, erspart dem Partner den Frust am Leid ... und lässt die Lust erblühen ... oder so ähnlich ..."
(Heimo Sver, Die Steirische)
"AUSSEN ROT, INNEN ROSA
Liebesexxxamour. Liebe kann romantisch oder käuflich sein. Sie kann nie oder viel zu schnell genug sein. Und sie kann sich anfühlen wie der "Dezemberschnee", den Ultrascope in einer herzerweichenden Popschnulze besingen. Daß die Liebe die unterschiedlichsten Gesichter haben kann, erfährt man auf der jüngsten Kompilation des steirischen Pumpkin-Labels allerdings nicht nur über Texte, die einmal als zärtliche Hymne aufs Herzklopfen, ein andermal mit umwerfender Schnoddrigkeit daherkommen (etwa wenn Franz Adrian Wenzl mit treuherziger Stimme singt: "Gib mir dein Geld, wenn du mich wirklich liebst"). Es ist auch und vor allem die musikalische Vielfalt, die "Liebesexxxamour" zu einer wahren Pretiose macht: Schmachtende Singstimmen neben krächzendem Maschinensound; die klassische Liebesschnulze neben deren augenzwinkernder Persiflage. Wer "Liebe" sagt, muß schließlich auch "Sex" sagen dürfen - vor allem, wenn man dies mit so ausgebufftem Humor tut wie Gelée Royale, deren Sänger sich (unter dem Titel "Sex Machine") in monotoner Endlosschleife einredet: "Ich bin sexuell attraktiv". Fast schon zu doof, um nicht genial zu sein."
(Robert Buchschwenter, Die Presse)
"2001 hatte das von Wolfgang Pollanz geleitete steirische Label Pumpkins Records eine viel gelobte Kompilation rund um einen problematisch konnotierten Topic herausgebraucht: Sie entriss "Heimat", so hieß die Platte, der Lodenseligkeit einschlägiger Interessensgruppen, unter denen Politiker einer bestimmten Richtung jedenfalls mehr als nur eine Minderheitenfraktion stellen. Nun verschreibt er sich einem Begriff, der zwar keine ideologische Vorbelastung, aber missbräuchliche Verwendung in endlos inflationärem Ausmaß als Hypothek mitbringt: 19 Interpreten ließ Pollanz antreten, um ihre Visionen, An- und Aussichten von, über und auf (körperliche, schüchterne, enttäuschte, platonische) Liebe zu äußern. Ein paar auf Englisch, eine Paarung (Clemens Haipl und Galibendo Gnásdovil mit ihrer Version des Julio-Iglesias-Schlagers "Amor") spanisch, während "Je t'aime" von Lassos Mariachis mit dem Erotik-Evergreen Serge Gainsbourghs nur den Titel gemeinsam hat, und sich sonst, wie die meisten, der deutschen Sprache anvertraut. Einer der nachhaltigsten Beiträge kommt gleich am Anfang dieser CD: "Sex Machine" von Gelee Royal. Auch dieser Song hat mit einem gleichnamigen Klassiker nur den Titel gemein, dafür wird, zu betont roboterhaftem Elektronik-Backing, unermüdlich betont: "Ich bin sexuell attraktiv". Wer will, kann sich hier an DAF-Minimalismus erinnert fühlen, oder auch, nicht weit davon entfernt, an Gräueltaten der Neuen Deutschen Welle. Wie auch immer, das Ding setzt sich wie ein Parasit im Hirn fest. Ähnliche Kaliber sind Franz Adrian Wenzls "Gib mir dein Geld (wenn du mich wirklich liebst)", das, von einem tiefschürfenden Saxophon abgesehen, wie eine besonders sentimentale Nummer aus Depeche Mode's Frühzeit klingt, aber auch das spartanisch arrangierte, im Dialekt vorgetragene "Imma wieda" von Der Schwimmer. Ein paar Durchhänger gibt's schon auch, aber die gehören bei einem solchen Projekt gewissermaßen systemimmanent dazu: Wie sonst sollten sich - streng subjektiv natürlich - Maßstäbe für Groß und Klein, Gut und Böse, Schön und Hässlich definieren lassen?"
(Wiener Zeitung/EXTRA, Bruno Jaschke)
"Schräges Zeug. 19 Songs zum Thema LiebeSexAmour (wie der Titel schon verspricht). Besonders romantisch ist es nicht, dafür lustig.Highlight: yn-Cartoonist Clemens Haipl feat. Galipendo Gnasdovil mit dem schönen Lied "Amor"."
(Wienerin, 5. Platz "Die Charts des Monats")
"Der "schönsten Sache der Welt" gewidmet ist dieser Sampler aus Österreich. Ganze neunzehn Bands und Projekte aus der Alpenrepublik sind auf der sündig roten CD vertreten. Wer jetzt Wiener Schmäh, ranzige Peter Alexander-Schnulzen oder EAV-Klamauk erwartet, liegt falsch. Ausschließlich experimentelles Zeug, meist minimalistisch, teils unerträglich - so gehen die Damen und Herren an
das uralte Thema Nr. 1 dran. Zum Beispiel wird ein grausliges Gejaule zu einer gedämpften Procol Harum-Heimorgel dargeboten oder geflüsterte Worte, dekoriert von quälend langsamen Beats, während "der schwimmer" im schönsten breiten Ösi-Slang sein "Imma wieda" zum Besten gibt. Seeeeehr experimentell halt. Doch einen Lichtblick gibt es: Clemens Haipl, Synthipop-Freaks vielleicht noch
bekannt von der Band d.k., konstruierte zusammen mit einem gewissen Galibendo Gnásdovil (???) eine stimmungsvolle, wenn auch wohl nicht ganz ernst gemeinte Coverversion der unsäglichen Julio-Iglesias-Schmonzette "Am Ohr", äh, "Amor". Echt witzig anzuhören. Ansonsten bleibt "Liebe Sexxx Amour" ein Fall für Spezialisten."
(AW, www.e-lectric.de)
"Sex kann man (frau) kaufen, aber die Liebe nicht, und sterben müssen wir sowieso alle. Der plüschroten Sampler »LoveSexxxAmour« enthält 19 Tracks von aufstrebenden heimischen Bands, die sich mit den Themen Nummer 1 beschäftigt haben: U.a. Wolfgang Capellari und Dorit Chrysler, Ultrascope, Der Schwimmer, Gelée Royale und Lassos Mariachis. Feju, ein Sideproject von Dr. Nachtstroms gibt sein Debüt. Musikalisch wird ein breiter Bogen gespannt, beginnend mit einem St. Etienne-Intro (TMD) bis hin zu Farinellijüngern (Wolfgang Capellari und Dorit Chrysler) geben sich Einflüsse wie die neue deutsche Welle (Franz Adrian Wenzl), Elektronik im Homerecordingstil (Der Schwimmer), Computerfreaks (Philipp König) und die hohe Kunst der Ironie (Lassos Mariachis) die Klinke in die Hand. Ein bisschen weniger wäre aber auf jeden Fall ein wenig mehr gewesen. Doch die verdammte Zahlenmystik. So ist zum Beispiel Paul Divjaks »No More« so überflüssig und unerträglich wie ein Presslufthammer um sechs Uhr morgens. Aber was soll‘s, jeder Höhepunkt - in diesem Fall Lassos Mariachis »Je t‘aime«, das mit dem Jane Birkin-Haucher den Titel und die Intensität teilt - verlangt irgendwann nach Chill-Out. So ist es beim Sex, in der Liebe, bei der Musik und im Leben sowieso."
(Manfred Holawe, Skug 52/2002)
