8 Frauen und ihre Masken
Heiterer Psychojagd in der Schlosstenne Burgstall.
Die Großfamilie unter einem Dach: Rollator-Mami Ulrike Wonisch freut sich über tägliche Kost auf Rädern; Gudrun Lukas lebt als Jungfer Augustine fröhlich Frust aus – zum Leidwesen ihrer Schwester und Hausherrin Gaby, die Dagmar Lais mit pikiertem Parfumcharme benetzt. Auch die anderen fünf der ,8 Frauen‘ halten unter präziser Regie von Karl Wiedner mit freiem, fesselndem Spiel Spannung und Spaß konstant in ihrer eingeschneiten ,Einsiedelei‘ auf der Sommertheater-Bühne der Schlosstenne Burgstall.
Die Jagd beginnt beim sich verhärtenden Verdacht, dass nur eine von ihnen für die Dolchtat des im Bett aufgefundenen Patrons und Gönners verantwortlich sein kann. Flott fallen die Masken, werden Geheimnisse gelüftet, mutiert Schein zu Scheinheiligkeit in der pschologisch fein gestrickten Kimikomödie von Robert Thomas. Empfehlenswert, selbst wenn man die Verfilmung mit Catherine Deneuve, Isabelle Huppert & Co kennt.
(Eli Spitz, Kleine Zeitung).