Mit High Hopes In Low Places meldet sich das österreichische Trio Vicky Champagne zurück – gewohnt geheimnisvoll, gewohnt eigenwillig. Wo andere Künstler*innen auf sorgfältig kuratierte Social-Media-Personas setzen, stellt die Band weiterhin nur eines in den Mittelpunkt: die Musik. Seit dem selbstbetitelten Debüt von 2018 begleitet die Gruppe eine Informationssparsamkeit, die wir bei pumpkin records keineswegs unsympathisch finden.
Klanglich erweitert die Band den klassischen Bandkontext um dichte Schichten aus atmosphärischen Synths, Loops und Fieldrecordings. Dieses Sound-Layering schafft einen vielschichtigen, körperlich erfahrbaren Klangraum (so man das Album auch laut genug auflegt). Mit seiner repetitiven und meditativen Energie kann man High Hopes In Low Places in das Feld von Post-Rock, Industrial aber auch experimentellem Chill verordnen. Einflüsse wie Boards of Canada oder Mogwai sind spürbar, ohne je zur bloßen Referenz zu werden. Das Album erzählt von kleinen Momenten, großen Sehnsüchten und der Schönheit des Unprätentiösen.
Vicky Champagne liefern damit ihr bisher geschlossenstes Werk. Mit ihren eigenen Worten des Openers "Anaman": here are your ordinary sons: eigenständig, reduziert, und gerade deshalb so beeindruckend.
https://vickychampagne.bandcamp.com/album/vicky-champagne
.accordion-body, though the transition does limit overflow..accordion-body, though the transition does limit overflow.01 Anaman
02 Forever
03 Spacetriebe4000
04 898
05 Interlude
06 You
07 Posthase
08 Regen