FRAGMENTE BEKOMMEN EINEN NEUEN CODE

Vernissage Günter Konrad

In Konrads Werkserie "Covert and discovered history", bestehend aus Collagen und Übermalungen, verschmelzt er Fragmente berühmter Einzelwerke der Kunstgeschichte mit eigenen Zeichnungen, Spraypaintings, Collagen und Fotografien. 

Diese Bilder werden digitalisiert und am Computer neu arrangiert. So löst er festgeschriebene Codes auf und schafft eine neue visuelle Grammatik. Er verbindet Gegensätzliches und schafft so Eigenes.

Vernissage 

Fragmente bekommen einen neuen Code

von Günter Konrad

2. August 2020, 17 Uhr 

Galerie im Pfarrzentrum Wies

Marktplatz 1, 8551 Wies

 

Mo - Fr, 8 - 16 Uhr nach telefonischer Voranmeldung

Mo - So, 8 - 21 Uhr von außen durchgehend zu besichtigen

"In meiner künstlerischen Arbeit geht es um Veränderung, Verbindung und Vermittlung zwischen der Innen- und Außenwelt, der Kunst und dem Leben. Mich interessieren die Spannung zwischen den Gegensätzen, die Grauzonen zwischen Schwarz und Weiß, die Irritation und die Kontemplation, Stereotypen und Vorurteile.

Decollagen - Plakatabrisse - sind Teil des ästhetischen Alltags. In ihrer Wüstheit lässt sich Ablehnung entziffern – eine Manifestation des Spontanen und direkter Expressivität. Künstler wie Raymond Hains und Jacques Villeglé erkannten die Qualität dieser Ästhetik und erhoben sie zur Kunst. Ich versuche, diese Methode in die digitale Zeit zu transformieren.

Meine Werkserie digitaler Decollagen und digitaler Übermalungen trägt den Titel "Covert and discovered history". Hier verschmelze ich Fragmente digitalisierter berühmter Einzelwerke der Kunstgeschichte mit meinen eigenen Fotografien von anonymen kollektiven Decollagen, Tags und urbanen Fragmenten. Im Schmelztiegel der Bits und Bytes verflüssige ich die gegensätzlichen Codes und füge sie zu einem neuen Ganzen zusammen. Auf der einen Seite hat man die kunstgeschichtlichen Artefakte der Hochkultur aus den vergangenen Epochen, auf der anderen Seite den wilden, ungezügelten, glaubwürdigen Ausdruck, die Codes, die Inschriften der aktuellen visuellen Grammatik, kombiniert mit meinen eigenen Übermalungen, Skizzen und Schriften .

Mein Ziel ist es, diese gegensätzlichen Welten in meiner Arbeit zu verbinden und so etwas Neues zu erschaffen." Günter Konrad, 2020

Fotos (c) Christian Koschar