Koloman - Das Jahr, das nicht war

15,00 €
pump 136-2022

Koloman ist nicht nur der Schutzpatron der Gehängten, sondern auch eine fünfköpfige Singer-Songwriter-Liederschmiede aus Steyr-Land, mit tiefgründigen Texten in Deutsch, Englisch und Mundart.

Am 3. Juni 2022 erscheint auf pumpkinrecords ihr Erstlingswerk "Das Jahr, das nicht war".

Stark geprägt von der Corona-Zäsur und in Quarantäne aufgenommen, ist das Album ein eklektischer Streifzug durch die Gefühle, Ängste und Hoffnungen dieser Zeit. 

Das Album wird mit dem tonangebenden Stück "Krone der Schöpfung" eröffnet. Gravitätische Klavierakkorde werden bald durch ein kraftvolles Schlagzeug, feine Gitarrenklänge und einen wummernden Bass verstärkt. Akkordeon und melancholische Geigenstriche ergänzen diesen Abgesang auf die Hybris der Menschheit.

"Tyranny of Entropy" beginnt sanft, schwingt sich dann aber zur triumphierenden Hymne gegen die Vergänglichkeit auf, einer der musikalischen Höhepunkte des Albums. 

Weiche Akustik-Gitarren und balladenhaftes Klavier empfangen den Hörer in "Juhu die Welt brennt", welches durch einen in Mundart gesungenen Fiebertraum kontrastiert wird. 

In "Control" werden Verschwörungstheorien durch eine atemlose Melange aus filigranem Schlagzeug, verzerrten Bässen und einem flirrenden Cembalo vertont. "Are you still defending the moon landing?", fragt der entrüstete Conspiracy-Apostel.

"Die Schönste" ist wiederum eine klassische Ballade, in welcher die Stiefmutter von Schneewittchen aus Sicht ihres Spiegels besungen wird - ein Sinnbild für Narzissmus und Selbst-Isolation.

Ein plötzlicher Bruch geschieht mit "Asphyxia", elektronische Töne und verzerrte Klangwände reißen den Hörer in eine pervertierte Welt. Autoerotische Asphyxie symbolisiert die erstickende Gewalt der Quarantäne – "for your deep desire we will need more wire".

In "Daheim" hämmern ein archaisches Schlagzeug und dröhnende Bässe das Album buchstäblich nach Hause, wo es am Schluss von einem Chor aus Stimmen und sonoren Gitarren empfangen wird.

Für ein fast versöhnliches Ende sorgt "Augustin". So wie Text und Melodie des klassischen "Oh du lieber Augustin" adaptiert und umgestaltet wurden, arrangiert man sich auch mit der neuen Realität und findet zwischen Maultrommel und Akustikgitarre ein Stückchen Trost.

Das letzte Wort gehört Luisa, der jungen Tochter eines der Bandmitglieder. "Oh du lieber Augustin, alles ist hin."

Koloman sind:

Katharina Granig (Geige, Gesang)

Martin Granig (Gitarre, Bass)

Andreas Kerschbaumayr (Schlagzeug)

Markus Obermayr (Gitarre, Bass, Gesang)

Wolfgang Obermayr (Keyboard, Akkordeon, Gesang)

1.     Krone der Schöpfung

2.     Tyranny of Entropy

3.     Juhu die Welt brennt

4.     Control

5.     Die Schönste

6.     Asphyxia

7.     Daheim

8.     Augustin

Aufnahme: koloman

Mix: Christoph Stadler (goon studios)

Master: Mario Stadler (goon studios)

Artwork: Wolfgang Obermayr

Fotos: Katrin Wurmitzer