• Sonntag, 21.06.2026

  • Galerie im Pfarrzentrum8551 Wies, Marktplatz 1 2 Min. von Haltestelle Wies Markt

Kunst | 21.06.2026 - 27.09.2026

Eröffnung der Ausstellung von

Helene Payrhuber - Ich decke meine Monster zu

Die Fotokünstlerin und Bühnenbildnerin Helene Payrhuber verarbeitet eigene, sowie gefundene Fotografien, zu eindringlichen Collagen. Dabei entstehen im Ausschneiden, Wegnehmen und Hinzufügen, neue Bilder mit eigenständigen Bedeutungen. 

In "Ich decke meine Monster zu" erzählen alte Familienporträts, aktuelle Fotografien von Familienmitgliedern und die karierten Tischdecken von damals von familiären Erinnerungen, Geheimnissen, Ängsten und Mustern, die sich über Generationen hinweg in die Familiengeschichte eingeschrieben haben.

Die Collagen eröffnen einen Raum zwischen Sichtbarkeit und Verdeckung, zwischen familiärem Erbe und persönlicher Aneignung. Das Verhüllen wird dabei zu einer Form der Annäherung an das, was verborgen, verdrängt oder unausgesprochen bleibt. Die Arbeiten laden dazu ein, den Blick auf die eigenen Monster zu richten – und ihnen vielleicht mit etwas Neugier und Zärtlichkeit zu begegnen.

Die Ausstellung findet in Kooperation mit der Pfarre Wies statt.

 

Biografie:

Helene Payrhuber, geboren 1992, lebt in Wien und arbeitet seit 2018 freischaffend als Bühnen- und Kostümbildnerin und Fotografin. Seit ihrem Studium der Bühnengestaltung an der Kunstuniversität Graz, arbeitet Helene Payrhuber wiederholt mit Sophia Profanter und Anna Marboe zusammen. Im Team realisierten sie Arbeiten für das Volkstheater Wien, Landestheater Linz, dem Kosmos Theater Wien und dem Münchner Volkstheater.

Außerdem erarbeitet Helene Payrhuber immer wieder Bühnenbilder und interaktive Raumkonzepte für Kinder und Kleinkinder, dabei sind Arbeiten mit theater.nuu, im Dschungel Wien und an der Parkaue Berlin entstanden. Seit 2021 studiert Helene Payrhuber Kunst und Installation im öffentlichen Raum an der Akademie der bildenden Künste Wien.

Ihre Wurzeln im Bühnenbild und Theater bleiben in der freien künstlerischen Arbeit stets spürbar. Sie verfolgt einen stark narrativen Ansatz und interessiert sich für das Aufspüren, Sammeln und Weiterentwickeln von Geschichten. Häufig bilden Zufallsfunde den Ausgangspunkt ihrer Projekte. Dabei arbeitet sie neben szenografischen und fotografischen Mitteln auch performativ, zudem nutzt sie Collagen als künstlerisches Medium, in dem sich Bildfragmente, Materialien und Narrative zu neuen Bedeutungsebenen verdichten.

© Fotos Vernissage: Jasmin Pebal

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